„Ich fühle mich von einer Person gleichen Geschlechts angezogen. Ich dachte, das würde wieder vorbeigehen…“
„Meine Eltern fragen mich ständig nach meiner Freundin, obschon ich ihnen viel lieber von meinem Freund erzählen würde…“
„Witze über Schwule…, ich kann’s nicht mehr hören…“
Du bist homosexuell oder fragst dich, ob du es bist und du möchtest
darüber reden? Hier sind einige Gedanken, die dir vielleicht
weiterhelfen können.
Seine Homosexualität entdecken
Homo oder hetero, manchmal hat man das Gefühl, dass man sich für das
eine oder andere entscheiden muss… Doch Sexualität lässt sich nicht in
Kategorien zusammenfassen. Jeder Mensch lebt seine Sexualität anders,
es gibt da keine Regeln. Und dann ist es so, dass Sexualität immer noch
ein Tabuthema ist.
Das Gefühl, anders zu sein, das Bedürfnis, sich zu isolieren, die Suche
nach Informationen zu Homosexualität, erste sexuelle Erfahrungen,… all
das sind Etappen, die du erleben kannst, ehe du dich als homosexuell
identifizierst. Oft geschieht das in der Jugend, wo du viele
körperliche, psychologische und soziale Veränderungen erlebst.
Sein oder nicht sein
Seine Homosexualität zu akzeptieren, kann ein schwieriger Schritt sein.
Für Einige ist es auch unüberwindlich. Es ist klar, dass es nicht
einfach ist, dieses „Anderssein“ in einer Umgebung von Jungen und
Mädchen zu akzeptieren, wo fast alle automatisch als heterosexuell
betrachtet werden. Die negative Einstellung deiner Familie, deiner
Freunde und der Gesellschaft gegenüber deines Schwul- oder
Lesbischseins und auch deine Angst, nicht angenommen zu werden, können
dazu führen, dass du dich zurückziehst und depressiv wirst. Aber
natürlich hast auch du ein Recht auf Liebe und Glück! Die Akzeptanz ist
der wichtigste Schritt, der dir hilft, so wie du bist, einen Platz in
der Gesellschaft zu finden.
Mit wem kannst du reden?
Am besten ist es natürlich, wenn du mit den Menschen reden kannst, die
dir am nächsten stehen: deine Eltern und deine Freunde. Sei dir aber
bewusst, dass es auch für sie eine Zeit sein kann, in der sie sich
Fragen stellen. Du hast große Angst, dass du zurückgewiesen wirst und
vor den Konsequenzen, die das mit sich bringen kann. Wenn du Angst
hast, es zu sagen, rede zuerst mit einer Vertrauensperson, die zuhören
kann und Verständnis für dich hat. Vielleicht kann dir diese Person
dann helfen, die „Neuigkeit“ mitzuteilen. Wenn du es nicht mündlich
sagen kannst, kannst du es auch schriftlich tun.
Wenn dir das alles dennoch unmöglich erscheint, gibt es Organisationen,
die dir weiterhelfen können. Du kannst diese Einrichtungen telefonisch
erreichen oder auch anonym mit anderen, die ähnliche Erfahrungen wie du
gemacht haben, chatten.
Aus seinem Schneckenhaus rauskommen
Das heißt, seine Homosexualität anderen zu offenbaren und sie in sein
Alltagsleben zu integrieren. Dies ist ein persönlicher und andauernder
Prozess, den jeder gemäß seines Alters, seines Geschlechts, seiner
religiösen und philosophischen Orientierung, etc. anders erleben kann.
Dieses „sich outen“ kann in mehreren Etappen stattfinden: Man teilt es
zuerst anderen Homosexuellen mit, dann seinen engsten Freunden, der
Familie, am Arbeitsplatz,…
Viele bleiben in ihrem Schneckenhaus, weil sie Angst vor
Diskriminierung und Belästigungen haben. In jedem Fall bleibt es eine
persönliche Entscheidung.
DIE NEUE GESETZGEBUNG Seit dem 1. Januar 2012 ist die neue Gesetzgebungen zur Regelung der Schüler- und Studentenjobs in Belgien in Kraft getreten. > mehrEINEN FERIENJOB MELDEN Hier können Unternehmen das Formular downloaden um einen Job eintragen zu lassen > mehr EINEN FERIENJOB FINDEN Jugendliche können die Liste der aktuellen Angebote im Norden und Süden einsehen. > mehr GRATIS INTERNET
Für alle Besitzer der EUROjuka gibt es täglich 30 Minuten kostenlosen Internetzugang im JIZ und im Infotreff