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Herpes Genitalis

Es gibt verschiedene Arten von Herpes. Das „Herpes simplex“ äußert sich durch schmerzhafte Lippenbläschen und wird durch Tröpfchen z.B. durch Küssen oder Anhusten, übertragen.

„Herpes genitalis“ kann auch sexuell übertragen werden. Die meisten Menschen haben Antikörper gegen Herpesviren. Das heißt: Sie haben schon eine Infektion durchgemacht, aber längst nicht alle Betroffenen entwickeln die typischen Symptome.

Mögliche Symptome
Die Beschwerden können sehr unterschiedlich sein. Meist treten sie erst 5 bis 10 Tage nach der Ansteckung auf. Während manche Menschen nur leichte Beschwerden haben, leiden andere unter Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen oder Schwellungen der Lymphknoten.

Der Herpesausbruch geht einher mit Entzündungen der Schleimhäute und Hautschlägen. Kribbeln, Rötungen, Brennen und Jucken der Geschlechtsteile, sowie Schmerzen beim Wasserlassen können Symptome sein. Anschließend bilden sich Herpesbläschen, die nach einer gewissen Zeit aufplatzen und Geschwüre bilden. Diese heilen nach 2 bis 4 Wochen ab. Die Flüssigkeit in den Bläschen ist höchst ansteckend. Das Herpesvirus kann bei Oral- oder Analsex auch auf Mund und Rachen oder den After übertragen werden.

Mögliche Folgen
Der Verlauf der Herpeserkrankung ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Manche haben jahrelang keinen Ausbruch während andere jeden Monat unter den Symptomen leiden Das Herpesvirus ist nicht heilbar und einmal infiziert, bleibt man sein Leben lang Träger des Virus, auch wenn man keine Beschwerden hat. Bei Personen mit einem sehr geschwächten Immunsystem kann sich das Virus im auf den ganzen Körper ausbreiten.

Während der Schwangerschaft kann eine Infektion zu schweren Erkrankungen und sogar zum Verlust des Babys führen. Die Infektion während der Geburt kann beim Neugeborenen zu schweren Krankheiten wie z.B. Hirnhautentzündung oder allgemeine Blutvergiftung führen. Herpesinfizierte Frauen brauchen deshalb eine intensive Betreuung während der Schwangerschaft.

Schutz vor Ansteckung
Herpes genitalis gehört zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen. Deshalb schützen Kondome beim vaginalen, oralen und analen Sex vor einer Ansteckung. Der direkte Kontakt mit den Herpesbläschen sollte auf jeden Fall vermieden werden. Da die Herpesviren sehr leicht übertragbar sind, kann eine Ansteckung nicht immer verhindert werden. Deshalb sollte man die Symptome gut kennen und bei Anzeichen einer Infektion einen Arzt aufsuchen.

Behandlung
Desto früher mit der Behandlung begonnen wird, desto besser. Die virus-hemmenden Medikamente können die Beschwerden und die Dauer und Häufigkeit des Auftretens vermindern. Trotzdem können die Medikamente das Wiederauftreten der Bläschen nicht verhindern, da das Virus im Körper bleibt.



 
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