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Feigwarzen (Kondylome)

Feigwarzen werden durch Humane Papilloma-Viren (HPV) verursacht. Neben Chlamydien und Herpes genitalis zählen Feigwarzen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen. Die Anzahl der Betroffenen ist in den letzten 20 Jahren stark gestiegen. Besonders gefährdet sind junge Menschen. Sichtbare Feigwarzen entwickeln sich jedoch nur bei einem geringen Teil der Infizierten. Wer sexuell sehr aktiv ist, hat ein höheres Risiko, sich anzustecken.

Mögliche Symptome
Die meisten HPV-Infektionen verlaufen ohne Beschwerden und werden daher nicht erkannt. Feigwarzen treten frühestens zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung auf. Oft vergehen aber mehrere Monate, bevor die Warzen sichtbar werden. Sie sind meist schmerzlose, sehr unterschiedlich aussehende warzenartige Gebilde am Glied, an den Schamlippen oder dem Gebärmutterhals, am oder im Darmausgang und manchmal in der Scheide oder an der Harnröhrenmündung. 

Mögliche Folgen
Wer sich einmal mit Feigwarzen angesteckt hat, muss damit rechnen, dass sie immer wieder auftauchen. Außerdem können manche HPV-Typen nach längerer Infektion Krebs auslösen. Deshalb sollten sich sowohl Männer als auch Frauen, die infiziert sind, regelmäßig untersuchen lassen. Bei betroffenen Frauen ist das Risiko Gebärmutterhalskrebs zu entwickeln, stark erhöht. Sie sollten deshalb regelmäßig von ihrem Frauenarzt einen Abstrich zur Krebsvorsorge machen lassen.

Schutz vor Ansteckung
Feigwarzen werden meist durch ungeschützten sexuellen Kontakt (vaginal, anal oder oral) übertragen. Vor allem Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern stellt ein hohes Infektionsrisiko dar.

In seltenen Fällen können sich Personen auch indirekt anstecken, z.B. über ein verschmutztes Handtuch. Während der Geburt ist eine Infektion des Kindes im Geburtskanal möglich. Die Voraussetzung für die Entstehung von Feigwarzen sind Feuchtigkeit, kleine Hautverletzungen, eine geschwächte Immunabwehr oder bestehende Entzündungen.

Seit kurzem gibt es auch eine Impfung gegen HPV. Junge Frauen können sich bei ihrer Frauenärztin beraten lassen.

Behandlung
Feigwarzen können chemisch behandelt oder operativ entfernt werden. Heute werden oft auch Medikamente verwendet, die auf die Haut aufgebracht werden und die Zellen des Immunsystems beeinflussen. Auch nach einer Entfernung der Warzen bleiben die Viren im Körper und können neue Warzen bilden. Die Behandlung erfordert deshalb oft viel Geduld.



 
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