 Girls'Day 2011 - Rund ums Thema Holz
In diesem
Jahr fand der Girls' Day, bedingt durch die Osterferien, bereits am 14. April
statt. Der Mädchen-Zukunftstag wurde diesmal vom Jugendinformationszentrum JIZ
und dem Caritasverband Westeifel e.V (Bitburg) in Kooperation mit dem IAWM
organisiert und im Rahmen des Projektes "Lebensplanung mit der
Großregion" durchgeführt. Dieses Projekt wird aus Mitteln des Europäischen
Fonds für regionale Entwicklung über das Programm INTERREG IV A Großregion
gefördert.
Girls' Day: Was ist
das?
Dieser Tag
richtet sich an junge Mädchen im Alter von 11 - 18 Jahren und soll ihnen einen
Einblick in Berufe vermitteln, die bisher eher von Männern dominiert sind. Bei
den Mädchen soll nach Möglichkeit Interesse für technische Berufe geweckt
werden, bzw. sollen sie bei ihrem Vorhaben ermutigt werden, einen solchen Beruf
zu ergreifen. Zahlreiche Unternehmen öffnen an diesem Tag ihre Türen und bieten
den Mädchen so die Gelegenheit einmal vor Ort einen Einblick zu bekommen.
Außerdem können sie auf diese Weise ihre Fähigkeiten im technischen Bereich
einmal praktisch testen und erste Kontakte zu Unternehmen herstellen, die ihnen
bei ihrer späteren Berufsfindung vielleicht hilfreich sein werden.
Zehn
Mädchen im Alter zwischen 13 und 16 Jahren hatten sich am 14. April morgens auf
den Weg gemacht und sahen voller Erwartungen einem Tag entgegen, der sie zuerst
in die belgische Eifel führen sollte und dann, am Nachmittag, nach Bitburg.
1. Sägewerk Mertes
Die erste
Etappe ihrer Reise führte sie ins Sägewerk Mertes in Wereth (Gemeinde Amel).
Der Geschäftsführer Franz-Joseph Mertes empfing die Mädchen persönlich auf dem
Firmengelände und nach einer kurzen, aber herzlichen Begrüßung begann er mit
der Gruppe die Führung durch das Sägewerk. Es gab an diesem Vormittag viel Neues
zu erfahren, zu entdecken und zu sehen, z.B. die Vorführung der Bandsäge zum
Zuschneiden von Brettern aus Baumstämmen. Anhand einer Vielzahl verschiedener
praktischer Beispiele und Demonstrationen gab Herr Mertes den Mädchen einen
Einblick in das Leben eines Baumes, über seine Entwicklung von einer Pflanze zu
einem Rohstoff und seinen weiteren Weg über die Verarbeitung in einem Sägewerk
bis hin zur Herstellung von z.B. Möbelstücken in einer Schreinerei. Und es gab
noch etwas zu sehen, und zwar das (nach eigenen Angaben von Herr Mertes) größte
Schwalbenhaus der Welt, welches sich ebenfalls auf dem Firmengelände befindet,
und bis zu 352 Schwalbenpaaren Platz bietet.
2. Information
Ein weiterer
Punkt auf der Tagesordnung war die Information, für die aus Deutschland
angereisten Mädchen, über die Voraussetzungen und Chancen bzw. Möglichkeiten
einer Berufsausbildung in Belgien.
3. Berufsbildungszentrum
Bitburg
Der zweite
Teil des Tages führte die Mädchen dann in die Lehrwerkstatt des
Berufsbildungszentrums in Bitburg, wo die Mädchen die Gelegenheit bekamen sich
einmal selbst am Material Holz zu versuchen. Alle Teilnehmerinnen gingen sofort
mit Eifer und Begeisterung an die Sache. Jedes Mädchen stellte in Eigenarbeit
ein Werkstück her, welches es dann auch mit nach Hause nehmen durfte.
Das Fazit
dieses Tages war seitens der Mädchen einstimmig positiv. Alle waren froh darüber,
sich für diese Aktion entschieden zu haben, was wohl nicht zuletzt darauf
zurückzuführen ist, dass sie neben vielen Eindrücken und nützlichen
Informationen eben auch noch etwas anderes mit nach Hause nehmen konnten - das
Ergebnis der eigenen Arbeit mit Holz in Form eines Brettspiels.
Herzlichen
Dank an alle Beteiligten für ihre Hilfe und Unterstützung bei der Planung und
Durchführung dieses Tages, vor allem dem IAWM für die freundliche Unterstützung
bei den Vorbereitungen, dem Geschäftsführer und der Belegschaft vom Sägewerk
Mertes in Wereth für die zweistündige Führung und dem Berufsbildungszentrum in
Bitburg, für das Öffnen ihrer Lehrwerkstatt für die Mädchen.
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