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Der Europäische Freiwilligendienst

Du bist zwischen 18 und 30 Jahren, möchtest dich gerne in einem gemeinnützigen Projekt im Ausland engagieren und dabei eine andere Sprache und Kultur kennen lernen?

Dann ist der Europäische Freiwilligendienst (kurz EFD) genau das Richtige!
Der EFD bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich für einen bestimmten Zeitraum in einem anderen Land als Freiwillige(r) an einem Projekt zu beteiligen. Durch den EFD hast du die Möglichkeit ein anderes Land, eine andere Kultur und eine andere Sprache intensiv kennen zu lernen.

Ziele
Der EFD basiert auf zwei grundlegenden Prinzipien. Er zielt darauf ab:
  • eine neue Art interkultureller Lernerfahrung für Jugendliche bereitzustellen, und dabei ihre soziale und berufliche Eingliederung zu fördern;
  • bei der Entwicklung lokaler Gemeinschaften zu helfen.
Die Freiwilligen lernen, in einem Team zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und ihr Selbstvertrauen zu stärken.

Zielpublikum
Bedingung für den EFD ist, dass man zwischen 18 und 30 Jahre alt ist und seinen gesetzlichen Wohnort in einem der unten aufgeführten Länder hat und deren Staatsangehörigkeit besitzt. Somit kannst du von der Deutschsprachigen Gemeinschaft (D.G.) aus entsendet werden, wenn sich dein Wohnsitz innerhalb der D.G. befindet und du einem der Programmländer angehörst. Bildungsniveau
oder soziale Herkunft spielen keine Rolle.

Welches sind die Programmländer?
Die Mitgliedstaaten der EU + Island, Liechtenstein und Norwegen sowie die assoziierten Länder Bulgarien, Rumänien und die Türkei und einige anderen Partnerländer.

Projektdauer
Der Jugendliche hat die Möglichkeit, für eine Dauer von max. 12 Monaten in einem Projekt ehrenamtlich tätig zu sein.

Projektbereiche
Einen Bereich, in dem du tätig werden möchtest, darfst du dir aussuchen: Soziales, Umweltschutz, Kunst und Kultur, Aktivitäten mit Kindern, Jugendlichen oder älteren Menschen, Kulturerbe, Sport, Medien oder Freizeit.

Die Datenbank des Freiwilligendienstes kannst du jederzeit einsehen. Hier findest du nähere Informationen zum EFD, sowie eine Datenbank der Projekte, die Freiwillige aufnehmen.

Projektpartner
An dem Projekt sind drei Partner beteiligt:
  1. Ein Freiwilliger / eine Freiwillige: Füllt ein Bewerbungsformular aus. Sucht ggf. mit der Entsendeorganisation nach potentiellen Aufnahmeorganisationen, um sich dort zu bewerben. Kennt seine Rechten und Pflichten. Und bereitet sich auf das Projekt und das Land vor.
  2. Eine Entsendeorganisation: Sie begleitet den Freiwilligen bei der Suche, übernimmt die Verwaltungsarbeit. Sie ist verantwortlich für die Reisevorbereitungen: Sie schließt eine Versicherung (Krankheit, Unfall, ...) ab, sie übernimmt die Fahrkosten und bereitet dich auf das Land und deine Arbeit vor.
  3. Die Aufnahmeorganisation: Sie kümmert sich um die Unterkunft und die Verpflegung des Freiwilligen und ist dafür verantwortlich, dass der Freiwillige an einem Sprachkurs teilnimmt. Sie zahlt monatlich ein Taschengeld aus (der Betrag ist festgelegt). Die Organisation bestimmt vor Ort einen Betreuer für den Freiwilligen (Tutor genannt), mit dem er persönliche Gespräche führen kann.
Antragsfristen
Ebenfalls sind Antragsfristen bei der Nationalagentur einzuhalten. Nachdem eine Zusage der Aufnahmeorganisation eingegangen ist, stellt entweder die Aufnahme- oder die Entsendeorganisation einen Antrag bei der Nationalagentur des jeweiligen Landes. Die Anträge können jedoch nur zu gewissen Fristen eingereicht werden (1. Februar, 1. Mai und 1. Oktober).
Das bedeutet, dass wenn die Antragsfrist nicht eingehalten werden konnte, sich der Zeitpunkt der Abreise verschiebt. Der Abreisetermin ist jeweils zwischen 3 und 7 Monaten nach der Antragsfrist (in der Regel aber nach 3 Monaten).

Zu erwähnen ist, dass eine definitive Teilnahme am EU Projekt erfolgt, wenn die Nationalagenturen des Landes, in dem der Antrag gestellt wurde, letzteren genehmigt hat und der Freiwillige an dem Ausreiseseminar teilgenommen hat.

Wer an einem Projekt teilnehmen möchte, sollte sich so früh wie möglich melden, da die Suche nach einem Projekt langwierig sein kann. Wir empfehlen, sich ein Jahr vor Abreisezeit einzutragen.

Interessiert? Noch Fragen?
Die Jugendinformationszentren, die auch Entsendeorganisationen für den EFD in der Deutschsprachigen Gemeinschaft sind, helfen dir gerne.





 
David Langela im Interview mit Radio Contact am 25.01.2012

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